Coworking als Übersetzer

Empfehlenswerte Ausrüstung für Coworker

Übersetzer arbeiten häufig im Heimbüro. Dafür gibt es gute Gründe. Während der Existenzgründung sind die Kosten ein wichtiges Argument – die Büromiete entfällt, sofern zu Hause ein Arbeitszimmer zur Verfügung steht. Hinzu kommt, dass viele Übersetzer für das konzentrierte Feilen am Text eine störungsfreie, ruhige Atmosphäre bevorzugen. Außerdem kann man zu Hause die Arbeitszeiten und Pausen sehr flexibel handhaben.

Manch einem fällt zu Hause gelegentlich die Decke auf den Kopf. Oder die Kinder haben Ferien, sodass der Vorteil „ungestört“ entfällt. Oder man hätte gern einen klaren Rhythmus. Dann ist Coworking eine niederschwellige Lösung, ohne sich gleich einer Bürogemeinschaft anzuschließen. Weiterlesen

Geschäftsmodell: Bücher übersetzen?!

Am 23. Juni 2016 spreche ich beim Gründerstammtisch Germersheim über das Thema „Bücher übersetzen – davon kann man ja sowieso nicht leben!?“ Ich freue mich auf diese Veranstaltung, weil ich genau diesen Spruch einst in Germersheim zu hören bekam, wo in den 1980er Jahren noch die Vollzeitstelle als Übersetzer für Wirtschaft, Politik oder EU das eigentliche Berufsziel war. Dass ich zusammen mit anderen Studenten in einem Projekt ohne Schein bei einer engagierten Dozentin einen Kurzkrimi übersetzte, war da schon relativ exotisch. Heute weiß ich, was Signe Rüttgers in diesem Seminar mit viel Herzblut geleistet hat!

Ich träumte trotz dieser abschreckenden Sätze (von wem auch immer ich die zu Beginn meines Studiums vernahm) von der Selbstständigkeit als Literaturübersetzerin. Obwohl ich keine Ahnung hatte, was dazu gehört! Ziemlich blauäugig und ohne jede Rückendeckung bin ich dann Schritt für Schritt in diese Richtung gegangen, und bin dabei auch hin und wieder kräftig auf die Nase gefallen. Heute weiß ich: Scheitern – und wieder aufstehen – gehört bei Selbstständigen dazu.

Darum freue ich mich auf das Gespräch mit denen, die sich für diese Nische interessieren, und werde an dieser Stelle gern davon berichten. Denn (wie meine Deutschlehrerin mir einst mitgab) gute Leute werden immer gesucht. Danke, Cristina Boi-Roggenbuck, für die Einladung!