Von Termrecherche, Pfeffersorten und Weltpolitik

Ein Teil meiner Arbeit umfasst die Übersetzung von Rezepten, die ich häufig auch selbst nachkoche, um zu prüfen, ob sie tatsächlich funktionieren oder ob schwer erhältliche Zutaten aus fernen Ländern durch andere ersetzt werden könnten, die bei uns leichter zu bekommen sind. Manchmal holt einen mitten drin die harte Realität ein.

Heute stieß ich auf die Empfehlung, „Aleppo-Pfeffer“ zu verwenden. Gleich mal nachrecherchiert – okay, Aleppo-Pfeffer bezeichnet rote Pfefferflöckchen aus einer besonders würzigen Chilischote, die im Bereich der südlichen Türkei und Nordsyriens angebaut wird. Die Türken bezeichnen sie auch als „Pul Biber“.

Pfefferschoten für Selbstversorger

Chiliproduktion auf dem heimischen Balkon

Aleppo-Pfeffer hat eine eigene Fangemeinde. Weiterlesen

Wenn Übersetzer auf Urlaub gehen

Auch im Urlaub sind Übersetzer irgendwie immer auf Dauerfortbildung. Denn uns fallen die merkwürdigsten Dinge auf (am allerliebsten auf Speisekarten), und wir stellen uns tausend Fragen zu Sprache, Land und Leuten.

Ein interessanter Zufallsfund war diese Kapelle im idyllischen Tal des Río de la Miel, in der Nähe von Nerja (an der Küste von Andalusien).

Was ist hier los in Andalusien?

Was ist hier los in Andalusien?

An einer Straßenecke standen im Februar unzählige gefüllte Wasserflaschen um eine Kapelle. Leider war an dem eher regnerischen Tag in dieser abgelegenen Gegend niemand unterwegs, der mir hätte Auskunft geben können. Und die Aufschrift auf der Kapelle (DIFUNTA CORREA) hilft mir auch nicht recht weiter. Wofür wird hier gedankt? Oder worum wird hier gebetet? Weiterlesen